13.09.2026

Mission Suisse erfolgreich auf dem Rütli gestartet

Die Mission Suisse ist lanciert: Am 12. September haben wir mit dem Rütli-Dialog rund 60 Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammengebracht. Der Auftakt ist geglückt, mit dichten Gesprächen und ersten Lösungsansätzen, die jetzt in die Weiterarbeit einfliessen.

Am 12. September, dem Geburtstag der Bundesverfassung, sind wir beim Rütli-Dialog in Brunnen und auf dem Rütli zusammengekommen: rund 60 Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Gemeinsam haben wir Frage bearbeitet, die uns alle betrifft: Wie wird die Schweizer Demokratie handlungsfähiger, in einer Zeit, in der sie überall herausgefordert ist?

Der Tag war in zwei Teile gegliedert. Am Vormittag ging es in Brunnen um Problemanalyse: In moderierten Gesprächen erarbeiteten die Teilnehmenden in kleineren Gruppen ein gemeinsames Lagebild zu vier Themenfeldern, politische Handlungsfähigkeit, Sicherheits- und Geopolitik, Wirtschafts- und Handelspolitik sowie demokratische Infrastruktur. Am Nachmittag zogen wir weiter aufs Rütli. Dort vertieften die Gruppen ihre Gespräche entlang von sechs strategischen Leitfragen: Ein Teil richtete den Blick nach aussen, auf die Rolle der Schweiz im Verhältnis zu anderen Demokratien und ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, ein anderer nach innen, auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine politische Teilhabe, die alle Bevölkerungsgruppen einschliesst.

Stimmen zum Rütli-Dialog

SGG-Präsident Anders Stokholm brachte es so auf den Punkt: «Mit der Mission Suisse bringen wir Menschen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven zusammen, die sich im politischen Alltag oft nicht begegnen. Diese Bandbreite ist der Kern des Formats. Der Rütli-Dialog ist ein erster Schritt in einem Prozess, den wir langfristig anlegen: Wir wollen Vertrauen zwischen den Akteuren aufbauen und ausloten, wo Potenzial für neue Konstellationen und Formate liegt, welche die Demokratie stärken.»

Silvan Wildhaber, neuer Präsident des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse, sprach in seinem ersten öffentlichen Auftritt in dieser Funktion über die Bedeutung der Demokratie für die Wirtschaft: «Eine liberale Demokratie ist Ausdruck gelebter Freiheit, und Freiheit ist die Voraussetzung für eine prosperierende Wirtschaft. Unsere direkte Demokratie schafft durch Mitbestimmung Stabilität, Ausgleich und Konsens. Davon profitieren in- und ausländische Unternehmen. Deshalb sollen Wirtschaftsvertreter in den politischen Diskurs steigen.»  

Wie unterschiedlich die Perspektiven beim Rütli-Dialog waren, zeigen zwei weitere Stimmen vom Tag selbst:   

Thomas Süssli, ehemaliger Chef der Schweizer Armee, sagte: «Ich bin beeindruckt, dass es gelungen ist, Menschen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft und aus allen Landesteilen zusammen zu bekommen, um über die Zukunft der Schweiz nachzudenken.»

Alexandra Karle, Geschäftsleiterin von Amnesty International Schweiz, sagte: «Ich fand es aussergewöhnlich spannend, dass heute so viele verschiedene Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Politik zusammenkamen und zu einem Dialog gefunden haben, den man sonst eher selten hat.»

Die Leitfragen vom Rütli-Dialog bilden jetzt den Ausgangspunkt für die Weiterarbeit, in thematischen Arbeitsgruppen und an weiteren Veranstaltungen, die auch für zusätzliche Akteurinnen und Akteure offenstehen.

Grundlage für die Gespräche bildete auch eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zur Handlungsfähigkeit der Schweiz, die Pro Futuris, der Think + Do Tank der SGG, mit der Universität Bern durchgeführt. Ihre Erkenntnisse sind in die Diskussionen eingeflossen.

Zur vollständigen Liste der Teilnehmenden des Rütli-Dialog geht es hier.